Geschichte der WBV Fürstenfeldbruck

Dez. 1957 Gründung der WBV Fürstenfeldbruck
Gründungsmitglieder sind Baron Dietrich von Reininghaus, Leonhard Schwarzmannn und Johann Frietinger.
Geschäftsführer und Mitinitiator der ersten Stunde ist Forstoberamtsrat Heinrich Schmitt.
1958-1979 Die Schwerpunkte der Arbeit liegen zunächst in der Sammelbestellung von Forstpflanzen und Zaunmaterial.
Auch die Fortbildung der Mitglieder bei gemeinsamen Waldbegängen gehört zum Aufgabenfeld der WBV.
Die Holzvermarktung beschränkt sich zunächst auf Papierholz, da das Stammholz von den Waldbesitzern direkt an die damals zahlreichen Sägewerke im Landkreis verkauft wird.
Mit Aufkommen der Motorsäge in den 60iger Jahren bietet die WBV auch Motorsägenkurse an, um die Mitglieder mit dem leistungsfähigen aber unfallträchtigen Gerät vertraut zu machen.
1980 Die Bewältigung des Schneebruch-Schadholzes ist die erste große Herausforderung für die WBV Fürstenfeldbruck.
1986 Otto Dziumbla übernimmt den Vorsitz von Baron Reininghaus. Kurz darauf steigt die WBV in die Vermarktung von Stammholz ein, da die anfallenden Holzmengen im Landkreis nicht mehr absetzbar sind.
1990 Die Orkane Vivian und Wiebke mit über 100 000 Festmetern Schadholz stellen die WBV vor eine Bewährungsprobe. Zum Glück hat der damalige Holzvermarkter und zweiter Vorstand Josef Karl bereits Kontakte zu Sägewerken hergestellt, so dass diese großen Holzmengen auch mit Hilfe von Nasslagern am Markt untergebracht werden können.
1991 Aufgrund der gestiegenen Aufgaben wird mit dem Maschinenring Fürstenfeldbruck eine Bürogemeinschaft gegründet, wobei Franz Ostermeier den Büroteil übernimmt und Josef Karl den Außendienst mit der Holzvermarktung.
1999 Orkan Lothar hinterlässt auch im Landkreis Fürstenfeldbruck große Sturmholzmengen. Der Harvester übernimmt eine wichtige Rolle bei der Sturmholzaufarbeitung.
2001 Mitglieder des Maschinenrings und der Waldbesitzervereinigung gründen die Brucker Dienstleistungs AG. Das Dienstleistungs-Unternehmen bietet einen Komplettservice für alle im Wald anfallenden Arbeiten an. Von der Pflanzung, Pflege bis zur Holzernte und der Holzvermarktung.
2003 Josef Karl übernimmt den Vorsitz von Otto Dziumbla. Der heißeste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sorgt für große Borkenkäferschäden im Landkreis.
2005 Aufgrund der erneut gestiegenen Aufgaben auch als Folge der Forstreform wird Dipl. Forstwirt Paul Högenauer eingestellt. Ein halbes Jahr später übernimmt er die Geschäftsführung.
2007 Orkan Kyrill verursacht europaweit sehr große Schäden. Obwohl der Landkreis Fürstenfeldbruck weitgehend verschont bleibt, spürt auch die WBV in fallenden Holzpreisen und einer verzögerten Holzabfuhr die Auswirkungen des schweren Sturmes.
2008 Die WBV feiert mit zahlreichen Ehrengästen ihr 50-jähriges Bestehen.
Heute sind über 650 Waldbesitzer mit einer Gesamtwaldfläche von ca. 4300 Hektar Mitglied bei der Waldbesitzervereinigung Fürstenfeldbruck.
2009 Gottfried Haug wird als Nachfolger von Josef Karl zum 1.Vorsitzenden gewählt.
Die Wirtschaftskrise trifft auch massiv den Holzmarkt.
Fallende Holzpreise sind die Folge.
Entwicklung der Holzvermarktung
2011 WBV stellt vom Holzvermittlungsgeschäft auf Eigenhandel um.
2012 Umzug der Geschäftsstelle ins Grüne Zentrum nach Puch.
2014 Ludwig Märkl wird als Nachfolger von Gottfried Haug und zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Summe der vermarkteten Einheiten steigt auf 37.140.
2015 Am 31.03.2015 zieht das Orkantief Niklas über Europa und auch im südlichen Landkreis Fürstenfeldbruck fallen große Schadholzmengen an. Ab Mitte des Jahres treten vermehrt Buchdrucker und auch der Kupferstecher auf; die Holzabfuhr ist aufgrund der großen Holzmengen verzögert. Die Vermarktungsmenge erreicht 59.000 Einheiten. Erstmals werden Z-Profilpfosten zum Verkauf an die Mitglieder, neben dem Zaun angeboten.
Die folgenden 3 Jahre sind geprägt von trockenen,warmen Sommern und damit einhergehenden großen Käferholzmengen.
2016 Die Mitgliederzahl steigt auf 753 Waldbesitzer mit einer Gesamtwaldfläche von 4578 ha.
Vermarktete Einheiten 54.330.
2017 Höhepunkt des Käfer-Holzanfalls im Landkreis (ca. 30 Tsd. Fm).
Die Summe der vermarkteten Einheiten erreicht 60.720.
2018 Im Januar fegen die Stürme Burglind und Friederike über Mitteldeutschland. Man geht von 17 Mio fm Schadholz aus. Die Schäden im WBV-Gebiet sind überschaubar. Am 30. Oktober wird Österreich und Norditalien vom Orkan Vaia heimgesucht ( ca. 15 Mio fm). Der Landkreis Fürstenfeldbruck bleibt davon verschont.
Die WBV Fürstenfeldbruck vermarktet wieder annähernd 60.000 Einheiten; genau sind es 56.840. Die Mitgliederzahl steht inzwischen bei 791 Waldbesitzern; die Gesamtwaldfläche beträgt 4628 ha.
2019 Wie schon 2018 prägen auch 2019 die enormen Mengen an Schadholz (über 100 Mio fm allein in Deutschland seit 2018) den Rundholzmarkt. Aufgrund des Überangebotes fällt der Holzpreis auf ein historisch niedrieges Niveau. Die Käferholzmengen im WBV Gebiet sind zum Glück gering.

pefc

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